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Waldviertler Karpfen

Der Cyprinus carpio ist ein höchst vielseitiger Fisch. Er gehört zur Familie der Bauchflosser und ernährt sich, ohne deswegen ein strenger Vegetarier zu sein, in erster Linie von fetter Erde und Kräutern. Am weitesten verbreitet sind die Spiegelkarpfen mit wenigen großen Schuppen – „Spiegel” genannt – und feinerem, etwas fettärmerem Fleisch als es die Schuppenkarpfen haben. In der Küche eignen sie sich daher auch besser als andere für einen „Karpfen blau”, der im Essig-Kräuter-Sud knapp unter dem Siedepunkt gargezogen wird, aber auch zum Backen oder Dünsten. In den rund dreitausend Teichen des Waldviertels gedeihen sowohl Schuppen- als auch Spiegelkarpfen. Sie fressen natürliches Futter, ihr Wachstum wird nicht künstlich beschleunigt. Abgefischt werden sie im Spätherbst – denn in der kalten Jahreszeit schmecken sie am besten. Waldviertler Karpfen sind als Qualitätsmarke geschützt und kommen mittlerweile nicht mehr nur als traditionelles Wiener Weihnachtsessen auf den Tisch.

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