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Ruhm Franz

Franz Ruhm (1896-1966), gelernter Zuckerbäcker und späterer Kochlehrer bzw. -buchautor war der erste Medienstar der Branche: Er sprach ab 1928 in Radio Wien über die Wiener bzw. österreichische Küche, veröffentlichte von 1930 bis 1944 (während des Krieges!) Monatshefte mit Rezepten, brachte 1933 sein „Kochbuch für alle” heraus und ließ ihm im gleichen Jahr noch ein Standardwerk über das „Einsieden” folgen. Nach dem Krieg, in der Ära des Wirtschaftswunders, gestaltete er Fernsehsendungen und schrieb unter dem Pseudonym „Frank Raymon” auch Theaterstücke.
Das Franz Ruhm Kochbuch ist das Standardwerk der österreichischen Küche und wurde wegen seiner praktischen Tipps (Wie heißen die einzelnen Stücke vom Kalb, Schwein und Rind? Wie deckt man den Tisch richtig? Was ist ein Chateaubriand?) Generationen von jungen Mädchen am Weg in die Ehe mitgegeben.
Auch heute noch erfreut sich das über 600 Seiten dicke Werk vor allem wegen seiner didaktischen Qualitäten großer Beliebtheit, auch komplizierte Rezepte, so heißt es, würden „todsicher” gelingen.
„Das Franz Ruhm Kochbuch.” Das Standardwerk der Wiener und österreichischen Küche von heute mit über 1000 Rezepten.
Verlag Fritz Molden, 1977, Wien
ISBN 3-217-00744-1

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